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Im Jahr 1983 habe ich angefangen meine eigenen Figuren zu erschaffen, und habe mich spezialisiert auf das Arbeiten mit Textil. Um neue Materialien und Techniken auf Textilgebiet kennen zu lernen besuchte ich diverse Workshops. Noch immer entwickele ich mich weiter und entdecke stets neue Möglichkeiten – namentlich durch den Gebrauch von Filz-Techniken.

Warum die Vorliebe für Textil?
Textil ist ein herrliches Material, es ist wie Haut.
Einer der ersten Vorteile für mich war, dass man Textil einfach aufhängen kann.
In letzter Zeit mache ich meine Figuren von Fasern. Die bearbeiteten Fasern ergeben zusammen eine Textuur, die das widergibt was ich mit meinen Figuren ausbilden will: durch Ausfasern, Reissen und Löchern des Materials erscheinen meine Figuren beschädigt.

Mein Thema:
Ich erzähle meine Geschichten in den Tieren und Menschenfiguren die ich mache.
Gerade die Vergänglichkeit von Mensch und Tier kommt oft zurück in meinen Arbeiten. Beim ersten Blick erscheinen meine Figuren – auch durch den Gebrauch von Pastelltinten – feeën/märchenhaft. Aber sie haben – wie ein gutes Märchen – auch eine dunkle Seite.

Filz
Filz ist eine nicht-gewebte Textilsorte die hergestellt wird durch das Zusammenpressen von Woll-Fasern. Die Wolle schrumpft weil die Fasern sich in einander haken.
Dies erreicht man durch nass oder trocken zu filzen.
Nass Filzen ist am bekanntesten.
2006 began ich mir das Trockenfilzen zu eigen zu machen. Hierfür gebrauche ich die Filznadel und die “Punch”maschine. Beide haben Nadeln mit Widerhäkchen, wodurch die Wolle verfilzt.

Heute benutze ich alle Filztechniken durcheinander.
Wenn ich mit einer Figur starte, beginne ich viel Material voor zu bereiten in den Farben die ich gebrauchen will.
Dieses Material ist dann die oberste/äussere Lage – sagen wir mal die Haut – der Figur.
Wie bei dem herstellen einer Collage, filze ich alle Einzelteile aneinander.
Wenn ich räumliche Arbeiten oder Details machen will, gebrauche ich die Filznadel und forme mit der Hand.

Das Schönste am Filzen ist, dass ich keinen Leim mehr nötig habe.
Je länger man die Fasern bearbeitet, desto stärker wird das Werk.
So kann ich das sachte “tactiele” von Textil erhalten!